Folgende Lehrgänge sind im Ausbildungsangebot des Gaus Starnberg und werden mindestens einmal im Jahr durchgeführt. Besonders wichtig sind die Lehrgänge Qualifizierung von Standaufsichten zur Ausübung der Standaufsicht und die Vereinsübungsleiterausbildung zur Obhut von Kindern und Jugendlichen.
Mittlerweile genügt eine Registrierung der Aufsichten beim Verein, an Stelle der Meldung an das Landratsamt. Das auszustellende Nachweisdokument vom Verein ist der obere Teil des Ausweises Qualifizierung von Standaufsichten. Dieser ist während der Wahrnehmung der Aufsicht mitzuführen und zur Kontrolle Befugten auf Verlangen zur Prüfung auszuhändigen. Des Weiteren hat der Verein zur Überprüfung Einblick in die Registrierung der Aufsichtsperson (unterer Ausweisabschnitt) zu gewähren. (§10 Abs. 3 AwaffV1) Daher empfiehlt es sich, alle Nachweise und Ausweise zu kopieren und im Schützenheim aufzubewahren, schließlich weiß zurzeit keiner, wie, wann und was das Landratsamt kontrollieren muss und wird.

VÜL - Vereinsübungsleiter

Das ist die unterste Stufe der Trainerausbildung. Der Vereinsübungsleiter ist, wie der Name schon sagt, der Vereinstrainer. Die Ausbildung zum VÜL ist derzeit im Gau Starnberg möglich. Diese Ausbildung befähigt den Ausweisinhaber dazu, Kinder und Jugendliche am Schießstand zu beaufsichtigen (§ 10 Abs. 5 AwaffV1.2)
Der Lehrgang umfasst

  • Geschichte und Entwicklung des Schießsports
  • Training für Sportschützen
  • Kinder- und Jugendarbeit
  • Praxisorientierung für Kinder- und Jugendtraining
  • Technikmodell Luftgewehr (stehend)
  • Technikmodell Luftpistole
  • Sportordnung

Lehrgänge werden mindestens einmal jährlich im Gau angeboten und erstrecken sich über ca. 3 Abende, einen Tag  und eine Prüfung über ca. 90 Minuten.

verantwortliche Aufsichtsperson (Qualifizierung von Standaufsichten)

Zur Ausübung von Standaufsicht sind folgende Vorraussetzungen nötig:

  • Volljährigkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Sachkunde (Standaufsicht)

Die entsprechende Qualifikation kann durch einen speziellen Aufsichtenlehrgang erlangt werden. Im Ausweis steht, dass der Ausweisinhaber vom Verein zur Aufsichtsperson bestellt ist. Der Ausweis kann für erlaubnisfreie Waffen (Luftdruckwaffen) und / oder für erlaubnispflichtige Waffen (scharfe Waffen) gelten. Im zweiten Fall allerdings nur in Verbindung mit einem Sachkundenachweis. Den Ausweis kann man im Gau Starnberg derzeit durch Absolvieren eines Lehrgangsabends (ohne Prüfung) erhalten.

Schießleiter

Das ist laut Sportordnung derjenige, der vom Veranstalter eines Schießens mit der Verantwortung für sichere und sportgerechte Durchführung des Wettbewerbs betraut ist und dafür vom Veranstalter bestimmt wurde. Jeder Schießleiter benötigt die Qualifizierung als Aufsicht, sonst kann er keinen Schießleiter machen. Ein Veranstalter kann natürlich den Schießleiter bestimmen, dieser muss wie bereits gesagt die Qualifizierung als Aufsicht haben. Auch der landläufig in den Vereinen genannte Sportleiter (Wahlposten) kann nur als Schießleiter fungieren, wenn er die Qualifizierung als Aufsicht hat. 
Es ist möglich, Aufsicht, aber nicht Schießleiter (Gesamtverantwortung) zu sein. Also jeder, egal wie seine Bezeichnung ist, ob Jugendleiter, Sportleiter ... muss, wenn er die Aufsicht am Stand ausübt, die Qualifizierung als Aufsicht haben.  Die Definition und die Aufgaben des Schießleiters finden sich in Nr. 0.6.1.2 bis 0.6.1.14 der Sportordnung.

Sachkunde

Die Sachkunde zu Erwerb von Waffen kann für Mitglieder des Bayerischen Sportschützenbundes im Gau Starnberg durchgeführt werden. Der Gau Starnberg verfügt dazu über ein Team von Ausbildern, Prüfern und einem Lehrgangsleiter welche nach den Richtlinien des Deutschen Schützenbundes ausbilden und vom BSSB die entsprechende Zertifizierung erhalten haben. Vorraussetzungen sind Volljährigkeit und Mitgliedschaft im BSSB.

Der Lehrgang vermittelt ausreichende Kenntnisse

  • über die beim Umgang mit Waffen und Munition zu beachtenden Rechtsvorschirften des Waffenrechts, des Beschussrechts sowie der Notwehr und des Notstandes,
  • auf waffentechnischem Gebiet über Langewaffen, Kurzwaffen und Munition sowie Inne- und Außenballistik, Reichweite und Wirkungsweise des Geschosses,
  • in der sicheren Handhabung von Schusswaffen einschließlich ausreichender Fertigkeiten im Schießen.

Ziel des Lehrgangs ist, den künftigen Waffenbesitzer in die Lage zu versetzen, mit einer Schusswaffe sach- und fachgerecht umzugehen sowie die rechtlichen Voraussetzungen für diesen Umgang zu beherrschen.

Der Lehrgang umfasst ca. 20 Unterrichtseinheiten und verteilt sich auf drei Abende, einen Seminartag und eine Prüfung. Die Prüfung gliedert sich in eine theoretische, schriftliche Prüfung und einen praktischen Prüfungsteil.

Somit ergeben sich folgende Ausbildungsstufen im BSSB:

  1. "Jugendbereich": 
    • Qualifizierung von Standaufsichten (6 UE)
    • Erste-Hilfe (16 UE)
    • Jugendbetreuer (22 UE)
    • Jugendassistent (18 UE)
    • Übungsleiter "J" verkürzt (120 UE)
    • Fachübungsleiter verkürzt (60 UE)
  2. "Schützenbereich": 
    • Qualifizierung von Standaufsichten (6 UE)
    • Vereinsübungsleiter (32 UE)
    • Erste-Hilfe (16 UE)
    • evtl. Übungsleiter „J“ (140 UE)
    • Trainer-C-Lizenz Fachübungsleiter(120 UE)
  3. weiterführende Ausbildungsstufen nach 1. und 2. 
    • Trainer-B-Lizenz
    • Trainer-A-Lizenz
    • Diplomtrainer